100-Euro-Goldmünze 2026 "Die Judenbuche"

Die Münze „Die Judenbuche“ aus der Serie „Meisterwerke der deutschen Literatur“ ist mit der innovativen AuVerIn-Reliefsignatur ausgestattet, mit der Sie die Echtheit der Münze jederzeit eindeutig verifizieren und Online-Zusatzinhalte abrufen können.
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Übersicht Details

Übersicht Details

Motiv: „Die Judenbuche“
Serie: „Meisterwerke der deutschen Literatur“
Künstler: Martin Dašek, Staré Hradiště (CZ)
Ausgabetermin: 15. Juni 2026
Prägestätten: Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J)
Masse: 15,55 g (1/2 Feinunze)
Durchmesser: 28 mm
Material: Feingold (Au 999,9)
Nominal: 100 Euro
Münzrand: geriffelt
Prägequalität: Stempelglanz
Auflage: max. 53.000 Stück
mit Reliefsignatur

Beschreibung Münze

Beschreibung Münze

Es handelt sich um die vierte Ausgabe innerhalb der Serie „Meisterwerke der deutschen Literatur“, die auf eine Laufzeit von 2023 bis 2030 geplant ist. Die Serie stellt dabei nicht den jeweiligen Autor oder die Autorin in den Fokus, sondern das literarische Werk in seiner monumentalen Bedeutung für die deutsche Kultur.

Die Münze zeigt als zentrales Element eine prächtige Buche, die sich über die obere Hälfte der Münze ausbreitet. Dem Baum nähert sich von links eine figürliche Darstellung mit Hut und Stab, die sich zugleich auf einem Untergrund bewegt, der durch autographische Zeilen Annette von Droste-Hülshoffs gestaltet wurde. Die bildliche Umsetzung des Untergrunds beruht auf der zentralen Passage der Erzählung. Die Münze strahlt durch ihre außergewöhnlich feine Gestaltung eine beeindruckende Relief-Wirkung aus.

Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff erschien 1842 und gilt als Meilenstein der deutschen Literatur. Die Novelle erzählt von Schuld, sozialer Enge und der Unmöglichkeit, die endgültige Wahrheit zu finden. Im Mittelpunkt steht Friedrich Mergel, der in einem abgelegenen westfälischen Dorf in Armut und Gewalt aufwächst. Nach mehreren rätselhaften Todesfällen fällt auf ihn der Verdacht, den jüdischen Händler Aaron ermordet zu haben. Friedrich flieht – und kehrt Jahrzehnte später unerkannt zurück, nur um an jener Buche tot aufgefunden zu werden, unter der Aaron starb. In den Stamm ist ein hebräischer Fluch geritzt: „Wenn du dich diesem Ort nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.“ Die Judenbuche verbindet historische Realität und poetische Verdichtung – ein Werk über das Ringen um Gerechtigkeit und Wahrheit, das bis heute nichts von seiner Spannung verloren hat.